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Sven Krumbeck: Keine schulgesetzlichen Entscheidungen ohne belastbare Grunddaten – Moratorium scheint alternativlos

Zur Anhörung verschiedener Expertengruppen zur Änderung des Schleswig- Holsteinischen Schulgesetzes im Bildungsausschuss sagt der bildungspolitische Sprecher der PIRATEN im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Sven Krumbeck, MdL:
„Koalitions- und Oppositionsfraktionen sehen einmal wieder nur das, was sie auch sehen wollen und was in ihr bildungspolitisches Grundsatzprogramm passt. Die Anzuhörenden haben vor allem angemahnt, dass für verschiedene Handlungsbereiche die verlässlichen Rahmendaten fehlten. Daher fordern die Piraten erneut einen landesweit verlässlichen Schulentwicklungsplan für alle Schularten!“
Was im Rahmen der Anhörung für die Einrichtung von Oberstufen gelte, habe seine Berechtigung auch für alle anderen Schularten. Ganz aktuell auch für Entscheidungen hinsichtlich kleiner Grundschulstandorte – nämlich, dass wir uns erst einen Überblick über das ganze Land mit allen Facetten der Schülerentwicklung, Leitung der Schülerströme und Auslastung der bestehenden Schulstandorte machen müssen, so Sven Krumbeck weiter. Die regionalen Schulentwicklungspläne müssten in diese Richtung optimiert werden, auch das habe die Anhörung im Ausschuss ergeben, damit sie dann zu einem landesweiten Schulentwicklungsplan zusammengeführt werden können. Dieser müsse über einen längeren Zeitraum fortgeschrieben und in seinen Konsequenzen mit allen Beteiligten sachlich ausgewertet werden.
„Die richtige Konsequenz wäre an dieser Stelle ein Moratorium, wie es beispielhaft in Nordrhein-Westfalen geglückt ist“, sagte Sven Krumbeck. „Der Bildungsdialog hat durch das Vorschaltgesetz an Glaubwürdigkeit verloren. Es muss Schluss sein mit Experimenten ohne sachliche Grundlage.“
Sven Krumbeck nimmt auch aus der Anhörung mit, dass sich die meisten Angehörten einen Zeitraum der Ruhe, Verlässlichkeit und der Möglichkeit für pädagogisch fundierte Arbeit wünschen.
Die Anhörung habe gezeigt, dass es nicht nur Schwarz oder Weiß gebe, sondern vor allem Nebelzonen in grau, die aufgelöst werden müssen.
„Wir sollten Ruhe in Schulen schaffen und uns eine Phase für Erkenntnisgewinn und Evaluation gönnen“, so Krumbeck.

Ansprechpartner:

MdL Sven Krumbeck, Tel: 0431 988 1639
Pressesprecher Dr. Stefan Appelius, Tel: 0431 988 1604

 

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