Sven Krumbeck Blog

Lern-Management-System in Schleswig-Holstein

Kleine Anfrage
der Abgeordneten Uli König und Sven Krumbeck (PIRATEN)
und
Antwort
der Landesregierung – Ministerin für Bildung und Wissenschaft

Lern-Management-System in Schleswig-Holstein

Vorbemerkung der Landesregierung:
Die Landesregierung versteht unter einem Lernmanagement-System (LMS) – gemeinhin auch als Lernplattform bekannt – ein Softwaresystem, das webbasiert der Bereitstellung von Lerninhalten, der Organisation von Lernvorgängen und auch der Kommunikation zwischen Lernenden und Lehrenden über ein Netzwerk dient.

1. Gibt es in Schleswig-Holstein ein Lern-Management-System?
Wenn ja, ermöglicht dieses System
a) eine moderne Kursverwaltung und wie sehen die konzeptionellen Grundlagen dafür aus? Welche Anforderungen erfüllt dieses System im Hinblick auf eine moderne Kursverwaltung?
b) nach welchen Maßstäben erfolgte die Rollen- und Rechtevergabe,
c) welche Werkzeuge für das Lernen (Whiteboard, Notizbuch, Annotationen, Kalender etc.) sind in das System integriert?

Antwort:
Es gibt kein landeseinheitliches LMS; wenn sich eine Schule oder Hochschule entscheidet, den Unterricht bzw. den Lehrbetrieb durch ein LMS zu unterstützen, dann wählt sich die Schule/Hochschule nach eigenen Erwägungen das für ihre pädagogischen Zwecke am besten geeignete System aus.
Das IQSH setzt ein Lernmanagementsystem für den Masterstudiengang Schulmanagement (in Kooperation mit der CAU Kiel), Online-Fortbildungen, die Lehrerausbildung, für Netzwerkarbeit und den Unterricht der Halligschüler in bestimmten Fächern ein. Für diese Zwecke wird das LMS Moodle eingesetzt.
Auf dieses LMS beziehen sich die Antworten a) bis c):

a) Das LMS Moodle ist ein objektorientiertes Kurssystem, welches didaktische Lernszenarien erlaubt, die einem instruktionalistischen oder konstruktivistischen Lernmodell folgen können. Im Hinblick auf eine moderne Kursverwaltung erfüllt das System alle Anforderungen bezüglich technologischer Entwicklungen wie das einfache Einbinden von Medien, Bereitstellung von Schnittstellen bis hin zur Entwicklung von Apps für Tablets und Smartphones.

b) Die Rollen und Rechtevergabe beinhalten in der Grundeinstellung:
Manager/in, Kursersteller/in, Trainer/in, Trainer/in ohne Bearbeitungsrecht, Teilnehmer/in, Gast, Authentifizierte/r Nutzer.
Die Rechtevergabe geschieht nach den jeweiligen Anforderungen an die gewünschten Möglichkeiten von Kursräumen. Die häufigsten Rollenverteilungen sind Trainer/in und Teilnehmer/in. Bei Bedarf kann jede Rolle oder zusätzliche Rollen mit angepassten Rechten ausgestattet werden.

c) Folgende Lernwerkzeuge sind in das System integriert:

o Tests
o Medieneinbindung (Text, Grafik, Ton, Video)
o Umfragetools
o Kommunikationskanäle (Mail, Chat)
o Wissensmanagement (Wikis)
o Unterrichtsorganisationsmanagement (Listen ohne Personenbezug) o Inhalte (Simulationen, Arbeitsblätter)

Über die LMS der Schulen sowie der Hochschulen liegen dem MBW keine Daten vor, da die Entscheidungen über ein LMS und die dazugehörigen Konzepte im Rahmen der pädagogischen Entscheidungsfreiheit der Schulen bzw. der Freiheit von Forschung und Lehre in der Verantwortung der jeweiligen Schule/Hochschule liegt.

2. Welche Kurse, Lernobjekte und Medien (in einem netzwerkfähigen Browser) beinhaltet das Lern-Management-System im Einzelnen?

Antwort:
Siehe Antwort zu Frage 1).

3. Wie erfolgt die Speicherung der Lernstandsdaten?

Antwort:
Siehe Antwort zu Frage 1).

4. Wenn es noch kein Lern-Management-System gibt: Wie beurteilt die Landesregierung die Notwendigkeit, ein solches einzuführen? Wird sie ein solches einführen und mit welchen Kosten rechnet sie? Wann soll die Einführung eines Lern-Management-Systems erfolgen?

Antwort:
Siehe Antwort zu Frage 1); das MBW beabsichtigt, Empfehlungen herauszugeben, die Schulen eine Hilfestellung bei der Auswahl eines geeigneten LMS geben. Eine Festlegung auf ein bestimmtes Produkt ist nicht vorgesehen. Es ist zurzeit nicht beabsichtigt, ein zentrales, landesweites LMS aufzubauen.

5. Wie erfolgt die Schulung der Beteiligten? Welche Medienbildungskonzepte oder Kompetenzorientierung liegen den entsprechenden Schulungen zugrunde?

Antwort:
Siehe Antwort zu Frage 1).

6. Welche Rolle spielen im Zusammenhang mit dem Lern-Management-System die Open Educational Resources und wie werden diese in das Konzept integriert?

Antwort:
Siehe Antwort zu Frage 1).

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