Sven Krumbeck Blog

Unterrichtssituation kreiert Bildungsungerechtigkeit

Pressemitteilung

Unterrichtssituation kreiert Bildungsungerechtigkeit

Kiel, 20. April 2015

Ausgerechnet die Förderzentren leiden am schlimmsten unter der
unzureichenden Unterrichtsversorgung in Schleswig-Holstein. Das geht aus
einen Kleinen Anfrage des bildungspolitischen Sprechers der
Piratenfraktion, Sven Krumbeck hervor.

In ihrer Antwort auf die Anfrage definiert die Landesregierung eine
100%ige Unterrichtsversorgung sehr konkret: Sofern 100% Unterricht
entsprechend der Kontingentstundentafel erteilt werden, sei das
Idealziel erfüllt.

„Davon sind wir in Schleswig-Holstein weit entfernt“, so Krumbeck.
„Allein durch das strukturelle Defizit kommt keine Schulart auf mehr als
97%. Besonders dramatisch ist die Situation an den Förderschulen und den
berufsbildenden Schulen. Letztere erreichen nur 91% Unterrichtsversorgung!“

Zum strukturellen Defizit kommt der Unterrichtsausfall. Den kann die
Landesregierung ausweislich ihrer Antwort immer noch nicht beziffern.
„Hier muss ehrlich, transparent und zügig nachgearbeitet werden, denn
die Eltern und Schüler lassen sich durch mangelhafte Ersatzmaßnahmen
nicht mehr täuschen!“, sagte Sven Krumbeck. Fazit seiner Recherche:
Strukturelles Defizit und Unterrichtsausfall belasten die Schulen weiter
und kreieren eine Bildungsungerechtigkeit im Land und im Vergleich zu
anderen, besser versorgten Ländern hinaus. Sonntagsreden und das
Gejammer über schlechte Vorgängerregierungen helfen außer
Politikerseelen keinem weiter. Es zeigt sich, dass seit vielen Jahren,
wenn nicht sogar Jahrzehnten, eine stiefmütterliche Behandlung dieses
Themas zu diesem schlechten Ergebnis geführt hat. Es ist Zeit, dass sich
handfest etwas tut!“

Ansprechpartner:
Sven Krumbeck, MdL, Tel: +49 431 988 1639

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