Sven Krumbeck Blog

Besuch der Goethe-Gemeinschaftsschule

12334030_1022982437765466_1789670823_oGestern habe ich meine Schultour in Kiel fortgeführt und habe der Goethe-Gemeinschaftsschule einen Besuch abgestattet, ebenfalls eine der Modellschulen für „Lernen mit Digitalen Medien“.

Lange bevor das Ministerium für Schule und Berufsbildung den Wettbewerb ins Leben gerufen hat, habe die Schule angefangen, im digitalen Bereich aufzurüsten, erzählte mir Schulleiter12315129_1022982444432132_1566448025_o Hartmut Bollin. Seit 17 Jahren ist er schon Direktor der Goethe-Gemeinschaftsschule und hat sich von Anfang an für die Arbeit mit PCs eingesetzt und dafür gesorgt, dass jeder Klassenraum mit einem Computer ausgestattet worden ist. Im Zuge eines Generationenwechsels im Kollegium kam Markus Michalski an die Schule. Er ist Teil der Schulleitung und kümmert sich inzwischen als Hauptverantwortlicher um das Medienkonzept der Schule und dessen Umsetzung im Unterricht.
Als der Neubau errichtet worden ist, entschloss man sich dafür, vollständig auf Kreidetafel zu verzichten und von Anfang an alle Räume mit digitalen Wandtafeln und eigenen Access Points auszustatten. Inzwischen ist jeder Unterrichtsraum vernetzt, in jedem hängt ein WhiteBoard, außerdem gibt es noch zwei Computerräume und an der gesamten Schule inzwischen um die hundert PCs.

Die bereits vorhandene technische Ausstattung und die Tatsache, dass die Lehrkräfte diese bereits aktiv im Unterricht einsetzen und digital arbeiten bildeten eine gute Grundlage für weitere Schritte. Im Rahmen des Wettbewerbs hat sich die Schule mit dem Einsatz von Tablets und anderen digitalen Endgeräten im Unterricht beschäftigt. „Wir haben beschlossen, im siebten Jahrgang zunächst in den Fächern Englisch und Weltkunde mit der Tablet-Arbeit anzufangen“, erklärte Michalski. „Sie sollen dabei nicht Papier und Buch ersetzen, sondern den bisherigen Unterricht unterstützen und sinnvoll ergänzen.“ Für die Zukunft strebt man das Bring-Your-Own-Device(BYOD)-Modell an. Derzeit bringen ungefähr die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Geräte mit. Die Kinder, die keine eigenen Tablets oder ähnliches besitzen, sollen sich Geräte bei der Schule ausleihen können. Da die Schule derzeit nur 30 Tablets besitzt und das bei weitem nicht ausreicht alle Schülerinnen und Schüler mit mobilen Endgeräten zu versorgen, ist geplant, bald aufzustocken.

12315234_1022982461098797_543825852_oDie Resonanz aus dem Kollegium sei durchweg positiv, so Michalski. Mit der Zeit würden auch die Skeptiker die Vorzüge der technischen Geräte zu schätzen lernen. Auch die Befürchtung, dass die Umstellung auf digitale Wandtafeln viele technische Probleme mit sich bringen würde, habe sich nicht bestätigt, sagte Bollin. In den acht Jahren, die die Schule nun schon diese WhiteBoards besitzt, habe es noch keinen Schaden durch Vandalismus gegeben, im Unterricht funktioniere alles einwandfrei und erst vor kurzem sei das erste Mal eine der Beamer-Lampen kaputt gegangen.

Ein sehr spannender Termin an einer offenen Schule, die schon seit langem auf Moderne Medien im Unterricht setzt.

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