Sven Krumbeck Blog

Das Projekt „Medien in die Schule“

Das Projekt „Medien in die Schule“ bietet Unterrichtsmaterialien rund um das Thema Jugend und Medien an und möchte die Lehrkräfte dazu ermuntern und unterstützen, die Leitmedien ihrer Schülerinnen und Schülern im Unterricht zu thematisieren und einzusetzen. Initiiert wurde das Projekt durch die freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter, die freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen und Google Deutschland mit Unterstützung von Telefónica Germany und Deutschland sicher im Netz. Die Materialien sind für die Sekundarstufen I und II konzipiert und sollen die Schulen dazu anregen, die Jugendlichen bei der Nutzung ihrer Leitmedien zu begleiten, Gefahren anzusprechen, aber auch Kreativität zu fördern. „Medien in die Schule“ beschäftigt sich zum Beispiel mit Themen wie Nachrichtensendungen, Realität und Fiktion, Jugendmedienschutz und Handynutzung.

Am 24. November konnten Schülerinnen und Schüler der Nelson-Mandela-Schule in Workshops die neuen Materialien von „Medien in die Schule“ ausprobieren und damit arbeiten. Die Broschüre „Hass in der Demokratie begegnen“ befasst sich mit Hate-Speech und ermuntert Jugendliche, sich aktiv an der demokratischen Ausgestaltung von Gesellschaft zu beteiligen – online wie offline. Die zweite Neuerscheinung „DIY und Making – Gestalten mit Technik, Elektronik und PC“ führt die Schülerinnen und Schüler spielerisch ans Programmieren heran und gibt den Lehrkräften einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten und den Einsatz im Unterricht.

„Wenn Schüler die Erfahrung machen, etwas zu beherrschen und zu begreifen, es in der Hand halten und manipulieren können, dann ist ein ganz anderer Zugang und ein anderer Erfolg am Lernen da. Dann merken sie sich das besser und freuen sich auf neue Dinge.“ – Stefan Schober, Friedensburg Oberschule

Am Abend wurden die neuen Materialien und die Ergebnisse aus den Workshops Experten aus Politik und Bildung präsentiert. Sie dienten als Beispiel für eine gelungene Medienintegration auf inhaltlicher wie didaktischer Ebene in den Unterricht und boten Anlass für eine intensive Diskussion über die Potentiale und Herausforderungen des offenen Lernens mit digitalen Medien.

„Ich denke, dass die Digitalisierung Einzug an den Schulen halten muss, weil sie einfach Teil unserer Lebenswirklichkeit wird. In allen Bereichen unseres Lebens hält die Digitalisierung Einzug, warum sollte sie ausgerechnet in der Bildung nicht stattfinden? Mit dem Projekt „Medien in die Schulen“ können wir die vielen vielen guten Beispiele, die wir in den Schulen schon haben zusammenführen und wieder verbreiten, dass viele sich an guten Beispielen ein gutes Beispiel nehmen können.“ – Saskia Esken, MdB SPD

Aber wie kriegen wir die Medien in die Schulen? Wie müssen LehrerInnen auf inhaltlicher wie technischer Ebene Untersützung erfahren, um sich den für sie oftmals neuen Thematiken stellen zu können und welche Veränderungen bieten sich damit? Der Lernraum Schule kann und sollte eine aktive Rolle in der Wertekommunikation mit Jugendlichen spielen und deren Bedeutung für die positive Gestaltung des Gemeinschaftsgut World Wide Web hervorheben.

Um den Austausch über erprobte Ideen anzuregen, das Konzept von offenen Materialien (Open-Educational-Resources) zu verbreiten und zu zeigen, wie Medienbildung fächerübergreifend in der Praxis gelingen kann, haben die Partner der Initiative „Medien in die Schulen“ den Wettbewerb „Digitales Lernen in der Praxis – Ideen für den Unterricht“ ins Leben gerufen. Bis zum 30. Juni 2016 können Projekte und Ideen eingereicht werden.

„OER ist so wichtig, weil es zum einen eine Antwort ist auf die urheberrechtliche Problematik, die wir haben. Viele Dinge, die Lehrer gerne machen würden, sind aus urheberrechtlichen Gründen gar nicht erlaubt. Die Materialien von „Medien in die Schule“ sind offen lizensiert, diese Materialien dürfen und sollen geteilt und genutzt werden. Nehmt es, nutzt es, modifiziert es, macht es besser. OER ermöglicht es auch, Kooperationen einzugehen, die vorher so nicht möglich waren.“ – Dr. Sandra Schön (Salzburg Research Forschungsgesellschaft)

 

Bericht zu den Workshops und zum Vorstellungsabend

Website des Projekts „Medien in die Schule“

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