Sven Krumbeck Blog

Kleine Anfrage zur Internetanbindung an Schulen

Kleine Anfrage
des Abgeordneten Sven Krumbeck (PIRATEN)
und
Antwort der Landesregierung – Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie

 

Internetanbindung von Schleswig-Holsteinischen Schulen – Nachfrage

1. Hat die Landesregierung im Vergleich zu 2015 (Drucksache 18/2942) neue Erkenntnisse über die Anbindung allgemein bildender und berufsbildender staatlicher Schulen in Schleswig-Holstein an das Internet?

Bitte aufschlüsseln nach Art der Verbindung (Kupfer, Glasfaser, LTE oder andere), der maximalen Geschwindigkeit des Upstreams, der maximalen Geschwindigkeit des Downstreams, der minimale garantierten Geschwindigkeit des Upstreams, der minimalen garantierte Geschwindigkeit des Downstreams sowie der jeweiligen Internetanbieter.

Antwort:
Bei der Internetanbindung der Schulen ist zwischen der Anbindung der Schulverwaltungen (Schulleitung und Sekretariat) sowie der Anbindung des Pädagogischen Netzes für die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer zu unterscheiden:
Die Schulverwaltungen werden im Auftrag des zentralen IT-Managements der Staatskanzlei Schleswig-Holstein über das Landesnetz (LN) angebunden. Das Zentrale IT-Management in der Staatskanzlei (ZIT-SH) hat den IT-Dienstleister Dataport damit beauftragt, die Schulen in Schleswig-Holstein über Breitband-Infrastrukturen, vorzugsweise auf Glaserfasertechnologie basierend, anzubinden. Dataport hat im Ergebnis eines europaweit veröffentlichten Vergabeverfahrens die Firma 1&1 Versatel als Subunternehmer damit beauftragt, die benötigten Glasfaserstrecken bereitzustellen. Gegenwärtig werden die Gebäudevoraussetzungen an den einzelnen Schulstandorten im Hinblick auf die Anschlussbereitstellung ermittelt. Der Beginn des Rollouts der Glasfaseranschlüsse an den Schulen ist für das erste Quartal 2017 vorgesehen.
Für das Pädagogische Netz werden derzeit in der Regel seitens der Schulen bzw. der Schulträger Verträge mit privaten Telekommunikationsanbietern geschlossen. Häufig handelt es sich dabei um die von der Telekom kostenlos bereitgestellten T@School-Anschlüsse. In der Regel stehen Bandbreiten von bis zu 16 Mbit/s im Download und mit wesentlich geringerer Upload-Bandbreite über DSL bereit.
Im Frühjahr 2016 hat das Bildungsministerium eine erneute Umfrage an den Schulen in Schleswig-Holstein durchführen lassen, um Informationen über die IT-Ausstattung und die Nutzung digitaler Medien sowie den möglichen Bedarf der Schulen in diesen Bereichen zu erhalten. Die Ergebnisse dieser Umfrage wurden im Juli 2016 veröffentlicht.[1] Aus ihr können folgende aktualisierte Aussagen zur Internetanbindung abgeleitet werden: 67,9% der Schulen nutzen Internetanschlüsse, die eine Geschwindigkeit von max. 16 Mbit/s (DSL 16000) aufweisen. Immerhin 29,7% der Schulen verfügen nun über Anschlüsse wie VDSL, Glasfaser oder Kabel mit Downloadgeschwindigkeiten von mindestens 50 Mbit/s. Dieser Anteil hat sich damit mehr als verdoppelt (2014: 14,5%)

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2. Hat die Landesregierung im Vergleich zu 2015 (Drucksache 18/2942) neue Kenntnisse hinsichtlich der WLAN-Abdeckung an den allgemein bildenden und berufsbildenden staatlichen Schulen in Schleswig-Holstein ? Wenn ja, wie sehen diese Erkenntnisse konkret aus?

Antwort:
Aus der in der Antwort zu Frage 1 genannten Umfrage des Bildungsministeriums lassen sich folgende aktualisierte Aussagen zur WLAN-Bereitstellung ableiten:
Über die Hälfte der Schulen (63,4%) verfügt inzwischen über feste WLANs (plus 6,3%). Bei einem größeren Teil der Schulen ist dieses nur für die Lehrkräfte freigegeben, bei gut einem Viertel wird das WLAN auch von der Schülerschaft genutzt: Unterschiede lassen sich auch in einer Betrachtung nach Schularten ausmachen: Während die Grundschulen den niedrigsten Wert aufweisen (53,9%), verfügen 83,3% der Gymnasien über fest installierte Funknetzwerke:

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[1] https://www.schleswigholstein.de/DE/Landesregierung/III/_startseite/Artikel/160802_it_ausstattung_material/bericht_it_ausstattung.html

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