Sven Krumbeck Blog

Kleine Anfrage zu den Auswirkungen der G8-Schulzeit

Kleine Anfrage
des Abgeordneten Sven Krumbeck (PIRATEN)
und
Antwort der Landesregierung
– Ministerin für Schule und Berufsbildung

 

Auswirkungen der G8-Schulzeitverkürzung

Vorbemerkung des Fragestellers:
Der durch die Schulzeitverkürzung entstandene doppelte Abiturjahrgang an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen mit Oberstufen in Schleswig-Holstein hat Schülerinnen und Schüler, die gleichzeitig G8 und G9 durchliefen, unterschiedlich beeinflusst.

Vorbemerkung der Landesregierung:
Die Schulzeit wurde in der Sekundarstufe (Sek.) I der Gymnasien verkürzt. Dadurch entstand in der Sek. II der Gymnasien der sogenannte Doppeljahrgang aus den letzten G9- und den ersten G8-Klassen, dessen Schülerinnen und Schüler seit 2013 gemeinsam die dreijährige Oberstufe durchlaufen und 2016 die Abiturprüfung absolviert haben. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus anderen Bundesländern sind sie in der Sek. II in gemischten Klassen und Kursen unterrichtet worden.

1. Hat die Landesregierung Kenntnisse über den Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler, die G8 und G9 gleichzeitig durchliefen und mit dem Abitur ihre Schullaufbahn abgeschlossen haben – etwa durch den Vergleich von Abiturnoten? Wenn ja, sind aus den Angaben Unterschiede zwischen den Schülerinnen und Schülern aus G8-Zweigen im Vergleich zu Schülerinnen und Schülern aus G9-Zweigen ersichtlich? Es wird darum gebeten, die Frage aufgeschlüsselt nach Schüleranzahl und nach Schulen in Kreisen bzw. kreisfreien Städten zu beantworten.

Antwort:
Da es im Doppeljahrgang der Gymnasien keine separierten G8- und G9-Lerngruppen gab, ist eine Unterscheidung von Leistungsständen nach G8 und G9 anhand der dem Bildungsministerium derzeit vorliegenden Prüfungsstatistik nicht möglich. Eine nach G8 und G9 aufgeschlüsselte Auswertung wird im Rahmen der Schulstatistik des Statistikamtes möglich sein (siehe Antwort auf Frage 2.).

2. Wenn keine Kenntnisse über Unterschiede zwischen den Leistungen von Schülerinnen und Schülern aus G8-Zweigen im Vergleich zu den Leistungen von Schülerinnen und Schülern aus G9-Zweigen vorliegen, hat die Landesregierung vor, diesen Aspekt überprüfen zu lassen?

Antwort:
Das Statistikamt Nord erhebt die Schulstatistik immer im Herbst eines Jahres. danach erfolgt eine Plausibilisierung und Auswertung der Daten durch das Statistikamt. Eine Auswertung des Merkmals „Abiturdurchschnittsnote“ getrennt nach G8 und G9 wird dem Statistikamt zufolge voraussichtlich im Juli 2017 vorliegen.

3. Gibt es gegenüber den Vorjahren Leistungsunterschiede zwischen Schülerinnen und Schülern an Schulen mit G8-Ausrichtung und Schülerinnen und Schülern, die Schulen mit G9-Ausrichtung besuchten? Es wird darum gebeten, die Frage aufgeschlüsselt nach Schüleranzahl und Schulen in Kreisen bzw. kreisfreien Städten zu beantworten.

Antwort:
Es bestehen keine signifikanten Leistungsunterschiede zwischen den Schülerinnen und Schülern des Doppeljahrgangs und den Schülerinnen und Schüler der vorhergehenden Abiturjahrgänge. Die Abiturdurchschnittsnoten der Jahre 2013 bis 2016 an
den Gymnasien sind in der Anlage aufgelistet.

4. Welche Konsequenzen zieht die Landesregierung aus dem doppelten Abiturjahrgang für die weitere G8-Ausbildung?

Antwort:
Da die Abiturergebnisse des Doppeljahrgangs insgesamt denen der Abiturjahrgänge vor ihm entsprechen, sieht die Landesregierung auch aus diesem Grund keinen Anlass für Veränderungen. Die Gymnasien sollen ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen.

 

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http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl18/drucks/4800/drucksache-18-4807.pdf

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