Sven Krumbeck Blog

Rede zum geplanten Schleswig-Holsteinischen Institut für Berufliche Bildung

47. Sitzung des Landtags – Donnerstag, 17. November 2016

Sehr geehrter Präsident,
sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst einmal möchte ich Kollegin Ines Strehlau danken: Vor allem durch ihr Engagement können wir konkret von einem kommenden Landesinstitut für berufliche Bildung sprechen. Dies begrüßen wir PIRATEN außerordentlich. Denn die Ideen und Beweggründe für ein solches Institut sind nicht nur die richtigen, sie kommen auch zu einem guten Zeitpunkt.

Dass sich der Bereich der beruflichen Bildung sowie der Fort- und Weiterbildung in Schleswig-Holstein im Umbruch befindet, kann aus unserer Sicht nur positiv gewertet werden. Endlich sind Möglichkeiten vorhanden, bürokratische Dauerhürden in der beruflichen Bildung zu beseitigen. Durch die Bündelung der verschiedenen ministerialen Zuständigkeiten in einem Institut wird sich die Schlagzahl der Umsetzungen von Beschlüssen und Absprachen ungemein erhöhen.
Durch die Zentrierung der Aufgabenbereiche sehen wir PIRATEN eine bessere Handhabung der Belange der beruflichen Bildung. Mit diesem Institut kann einfach besser agiert, besser reagiert, besser gefördert und besser geworben werden.

Durch die Verlagerung der Administration an das Institut können sich die beruflichen Schulen komplett auf die Behebung der mangelnden Unterrichtsversorgung fokussieren, die laut Bericht der Landesregierung zur Unterrichtssituation im Schuljahr 2015/2016, ja leider immer noch konstant bei 91 Prozent liegt.

Auch das Ansehen der dualen Ausbildung in Schleswig-Holstein kann aus unserer Sicht durch ein Institut nur gestärkt werden. Denn überall dort Oberstufen aus dem Boden zu stapfen, wo es sich gerade anbietet, kann nicht die Lösung sein. Diejenigen, die eine Ausbildung absolvieren möchten, dürfen hier keinesfalls vergessen werden. Die Vielfalt der Schulformen muss gewährleistet sein.

Zur Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit gehört nämlich auch, Potenziale zu erkennen und entsprechend zu fördern. Gleichzeitig kann durch die Eingliederung des Landesseminars „Berufliche Bildung“ das Institut die Lehrkräfteaus- und weiterbildung optimiert und schneller umsetzen.

Wie am Hamburger Modell zu sehen ist, läuft die Abstimmung in den Gremien reibungslos. Das wünschen wir PIRATEN uns auch für das Schleswig-Holsteinische Modell. Aus diesem Grund haben wir uns zusammen mit der Koalition für die durch das Gutachten empfohlene Errichtung des SHIBB als Anstalt öffentlichen Rechts oder Landesamtes ausgesprochen.

Vielen Dank.

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